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Wir waren Dreigestirn...
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Prinz Dieter I
Porzer Dreigestirn 2010
Bis zum Jahr 2009
habe ich durchaus von mir behauptet als „Kölsche Jeck“ zu
wissen, was Karneval feiern bedeutet.
Doch das letzte Jahr als Prinz des Porzer Dreigestirns 2010 hat
mich eines besseren gelehrt.
Bereits vor der eigentlichen Vertragsunter-zeichnung im August
2009 drehte sich bei mir alles schon rundherum um das Thema
Karneval: Von der Ordengestaltung, über Ornatswahl, bis hin zur
Ausarbeitung un-seres Bühnenpro-gramms gab es aller Hand zu tun.
Und nicht nur das Dreigestirn hatte schon vor Karneval einen
vollen Terminkalender, auch die Adjudanten und Fahrer waren
schon fester Bestandteil aller Planungen, sodass wir mit dem
Chef der Equipe eine Gruppe von 10 fleißigen Dreigestirns-Jecken
ergaben. Doch die vielen Stunden Vorberei-tung haben sich
ausgezahlt.
Bereits vor der Sessionseröffnung hatten wir unseren ersten
gemeinsamen Auftritt zu meistern: Die Pressevorstellung. Direkt
gefolgt von einem mal ganz anderen 11.11. und der ersten
karnevalistischen Bewäh-rungsprobe.
Von einem gemeinsamen Frühstück ging es mit einer Abordnung der
Vereinsmitglieder und einem Musikzug zum Karnevals-plätzchen, wo
dann pünktlich um 11:11 vom Präsidenten des Festausschusses
Porzer Karneval Stephan Demmer die Session eröffnet wurde.
Abends wurde das Dreigestirn dann auch schon der
Karnevals-Prominenz im Rathaussaal vorgestellt. Und spätestens
jetzt wurde mir so richtig bewusst: Dieter, jetzt geht’s los!
Nach kurzer weihnachtlicher Unterbrechung ging es direkt im
neuen Jahr mit der Hofburgeinweihung in Runde 2. Der Fackelzug
mit den Vereinsmitgliedern durch Zündorf zum Jägerhof (beim Ött)
und die symbolische Schlüsselübergabe war ein erstes
herausragendes Erlebnis meiner Session.
Nur wenige Tage später folgte die bedeutungsvollste
Veranstaltung meiner Prinzenkarriere. Die Prinzenproklamation
war für mich der eigentliche Auftakt als richtiger
Karnevalsprinz mit Ornat, festlichem Einzug, ersten feierlichen
Übergaben durch den Bezirksbürgermeister Willi Stadoll und
natürlich – mein persönliches Lampenfieberhighlight – mein
erster Auftritt mit dem Bariton. Unter dem Motto „Porz ,uns
jecke Familich“ haben wir 172 Auftritte in 98 Sessionstagen
gemeistert.
Wir sind über 2500 Kilometer durchs Porzer Land gefahren um an
die Millionen Bützchen und jede Menge Orden zu sammeln. Wer
jetzt denkt es sei mit ein bisschen musikalischem Bühnenprogramm
getan, der hat sich geirrt.
Neben den klassischen Sitzungen gab es unzählige andere
Herausforderungen wie Presseauftritte, Besuche in sozialen
Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Autohäusern, privaten
Feierlichkeiten uvm, bei denen ich immer individuell die
richtigen Worte parat haben musste.
Ob es jetzt die Herrensitzung, die Kostümsitzung, Mädchen- oder
Senioren-sitzung der KG Fidele Grön-Wieße Rezag war, eins hatten
sie alle gemeinsam: Das Heimatgefühl! Wenn ich mich zeitweise in
unserem Auftrittsplan mit mehr als 10 Auftritten pro Tag
verloren hatte, hat mich die Stimmung, die vielen Menschen mit
den grün-weißen Fähnchen und die herzliche Begrüßung aller
Vereinsmitglieder und Gäste wieder daran erinnert wo ich Zuhause
bin.
An dieser Stelle muss ich einmal sagen wie faszinierend,
ereignisreich und atembe-raubend die Zeit als euer Prinz 2010 im
60. Jubiläumsjahr der KG Fidele Grön-Wieße Rezag doch war – eine
Erinnerung, die ich nicht missen will, sondern gern mit euch
allen teilen möchte.
Und nun Blicke ich mit Hochspannung in eine neue
Karnevalssession 2011, die ich nun mit einem ganz neuen Auge
und neben der Feierlichkeiten auch mit viel Arbeit, sozialem
Engagement und Herzblut verbinde.
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Jungfrau
Stefanie
Porzer Dreigestirn 2010
Hallo Karnevalsfreunde,
leider ist unser Jahr schon vergangen, doch ein neues hat
angefangen.
Ich bin sehr froh, dass ich die Zeit als „ Porzer Jungfrau“
erleben durfte.
Die sechs Wochen vergingen wie im Flug. Zuerst war da der 11.11
wo ich mit meinen beiden „Doppel D´s“ das erste Mal auf der
Bühne stand, das war ein wahnsinniges Gefühl woran ich mich
gerne zurückerinnere. Euch von dort oben zu sehen, machte mich
anfangs extrem nervös aber ihr habt uns unterstützt und
Interesse gezeigt. Das hat mich sehr gefreut und neugierig auf
mehr gemacht hat.
Leider kam dann die Winterpause bis zur Proklamation im Januar
wo meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt wurde, denn
wir drei und insbesondere ich, wollten einfach nur wieder auf
die Bühne, uns in unseren schmucken Ornaten zeigen und Spaß mit
euch haben.
Die Proklamation war für mich etwas ganz besonderes, denn kurz
zu vor ist mir durch einen Autounfall bewusst geworden wie
schnell alles vorbei sein kann. Da kam mir meine Rolle als
Porzer Jungfrau gelegen die Freuden des Lebens in den
Vordergrund zu stellen und vorwärts zu schauen und meinen Traum
zu leben, was mich in der Zeit zu einem sehr glücklichen
Menschen gemacht hat.
Jetzt ging es endlich los - ein Auftritt jagte den nächsten und
es machte immer mehr Spaß, die Freude euch Jecken im Gesicht
anzusehen.
Euch zu drücken und zu bützen ob Jung oder Alt jeder, freute
sich auf seine Art und das machte mich und uns, als Dreigestirn,
glücklich.
Jeder Auftritt war individuell. Ob es eine Sitzung, ein
Geburtstag, eine private Einladung, ein Besuch im Zoo, in der
Schule oder im Altenheim war, ich nahm jedes Mal eine neue
schöne Erfahrung mit.
Einige Auftritte waren auch mit sehr
vielen Emotionen verbunden die uns als Dreigestirn noch enger
miteinander verschmelzen ließen und uns auch in unserer Rolle
bestätigten Freude und Frohsinn über euch Karnevalisten zu
verbreiten.
Meine Highlights waren natürlich die Züge!
Im Wahner Zug einmal den Weg ablaufen zu dürfen, wo ich sogar
dank dem Schiff der Wahner Piraten etwas mehr Einblicken durfte,
um daraus resultierend für euch im Porzer Zug trotz Eis, Schnee
und Sturm mein Bestes zugeben.
Ich waren so froh das trotz des Wetters so viele von euch am
Zugweg waren und nach Strüssje, Kamelle und sogar meinen Namen
gerufen haben, Wahnsinn. Das war einer der schönsten Momente
während meiner Zeit als Jungfrau im Porzer Karneval.
Nach unserer Verabschiedung, fühlte ich mich ganz schön einsam.
Keine Auftritte, keinen der beiden „D´s“, keinen Adju mehr und
vor allem kein langes Kleid mehr, was im Bad stören könnte, doch
der Alltag voller Langeweile kehrte schnell wieder ein. Bei
einigen Treffen mit der Equipe im Laufe des Jahres wurde noch
das eine oder andere Mal auf unsere gemeinsame Zeit angestoßen.
Dabei wurde in Erinnerung geschwelgt und viel gelacht und
gefeiert, aber auch die eine oder andere „Glücks“ Träne
vergossen.
Somit sage ich Danke für die Zeit und bin gespannt was in diesem
und den nächsten Jahren noch kommt, denn :
„KARNEVAL MACHT GLÜCKLICH !“
Eure (Ex-) Jungfrau Steffi
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Bauer
Dieter
Porzer Dreigestirn 2010
Getreu nach dem Moto “E mol Prinz zu sin....“ war es schon immer
mein Traum einmal Bauer im Porzer Dreigestirn zu sein. Nachdem
dies dann akut wurde und der Vorstand meinen Traum, abgesegnet
hatte, stellte sich Zufriedenheit und Vorfreude ein.
Die Zeit der Vorbereitung begann, Ornat wurde ausgewählt, mit
allem was dazugehört. Orden, Spangen, Sticker, Schal,
Wurfmaterial etc. galt es zu ordern. Irgendwann war alles
fertig, es konnte losgehen.
Der 11.11.2009 nahte und meine Freude gewann die Oberhand.
Zur Sessionseröffnung war der Schritt in die Öffentlichkeit.
nach der kleine Zug durch Porz.
Dann nahte der Abend, ich schlüpfte in die Husarenuniform, nahm
meine Standarte, ging ins Rathaus und marschierte so als
designierter Bauer Dieter in den Saal ein. Das Geheimnis wurde
dann auf der Bühne gelüftet.
Bis zur offiziellen Proklamation folgten noch etliche
Einladungen, bis dann endlich der große Tag da war und ich als
BAUER DIETER endlich im vollen Ornat mit Kribbeln im Bauch und
voller Erwartung den Saal des Rathauses betreten durfte. Der
Empfang war unbeschreiblich, grandios und so was von herzlich,
dass ich dies gar nicht verinnerlichen konnte.
All die Küsse, Umarmungen und lieben Worte, ich denke heute noch
daran. Dann auf der Bühne zu stehen als ein Teil des
Dreigestirns, die Familie und die vielen Freunde im Saal zu
sehen, die Übergabe der Stadtschlüssel, das Gefühl: dafür gibt
es keine Worte, das muss man erleben und vor allem leben.
Dann folgte der erste große Auftritt mit ganz viel Herzklopfen:
die Herrensitzung im VEGLA-Saal, unserer KG, ein grandioser
Einmarsch der meine Knie zittern ließ, ich stand auf der Bühne,
in dem Saal, wo ich sonst als Leiter der TA vor und nach den
Sitzungen arbeite, wo ich während der Sitzung im Elferrat sitze.
Einfach umwerfend, unbeschreiblich schön.
So absolvierten wir dann bis Weiberfastnacht über 190 Auftritte,
ob in großen Sälen, Schulen, Pfarrheimen, Altenheimen und
Kindergärten oder privaten Einladungen. Jeder dieser Auftritte
war etwas besonderes, einige die zum Nachdenken anregten, da in
2 Altenheimen langjährige Weggefährten von mir wohnten. Dies ist
bei aller Freude etwas, das mich sehr aufgewühlt hat, wo man
auch mal Tränen unterdrücken muss. Das waren Momente in denen
einem klar wird, dass zwischen Freud‘ und Leid‘ ein ganz
schmaler Grad ist. Das Ende der Session nahte dann mit dem
Auftritt Weiberfastnacht auf dem Marktplatz, wo wir bei eisiger
Kälte auf der Bühne standen und all denen zuwinkten, die dort
ausharrten.
Nach einem schneereichen Rosensonn-tagszug, wo ich das Gefühl
hatte, von den Zugbesuchern durch Porz getragen zu werden,
erfasste mich dann langsam Wehmut. Es waren nur noch 3 Auftritte
bis zur Auskleidung.
Als ich mit meinem Mitstreitern am Veilchen-dienstag in den Saal
des Rathauses zur Nubbelverbrennung einmarschierte, wurde mir so
langsam bewusst: Das war’s! Das Gefühl war bei uns allen
vertreten.
Von dort ging es nach Zündorf in den Gewölbekeller der Fa.
Getränke Walter. Eine Veranstaltung zur Auskleidung, die es so
noch nie gab und von der noch oft gesprochen werden wird. Die
Emotionen, die mich und die anderen überkamen, sind
unbeschreiblich: Das war es, das habe ich erlebt, gelebt und
werde es nie vergessen.
Am 11.11.2010 ist meine Zeit dann endgültig vorbei. An diesem
Abend ziehe ich meine Husarenuniform an, marschiere ein letztes
Mal aus BAUER DIETER in den Rathaussaal ein und gehe wieder in
die Reihe der Husaren zurück. So schließt sich der Kreis.
Mein Dank gilt der KG, der Equipe und allen, die hinter mir
gestanden haben. Ein ganz besonderer Dank gilt „meinen“ Husaren,
die uns 6 Wochen begleitet haben.
Es war für mich eine unvergesslich schöne Zeit.
Euer Bauer Dieter
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