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Chronik
der KG Fidele Grön-Wieße Rezag
1950
Die Gründung der Karnevalsgesellschaft „Fidele Grön-Wieße Rezag“ im
Jahre 1950 fiel in die ersten Jahre der Nachkriegszeit. Der Zweite
Weltkrieg mit seinem unmenschlichen Elend war gerade vorbei. Er hatte
die Belegschaft der in Porz ansässigen Glasindustrie besonders schwer
getroffen. Bomben und Granaten hatten große Schäden an Gebäuden und
Maschinen angerichtet und große Lücken in den Reihen der Mitarbeiter
hinterlassen.
Nach vielen Jahren voller Not, Leid, Sorge und Entbehrung fanden sich 29
Männer der REZAG zusammen, um einen Aufbruch in eine neue, bessere Zeit
mitzugestalten. Im Rheinland und besonders im Raume Köln liegt es da
natürlich nahe, sich eines Ventiles zu bedienen, dass da heißt:
Karneval.
An der Spitze des Glaswerkes stand damals Direktor Eugen Schmidt, ein
Mann mit viel Verständnis für den Rheinischen Fastelovend. In Ihm fanden
die 29 Teilnehmer der Gründungsversammlung, die am 11. März 1950 in der
Werkskantine stattfand, den Mann, der sie nach Kräften unterstützte.
1951
Das größte Problem waren natürlich die Finanzen. Für die 14 ersten
Husaren und ihr Tanzmariechen, Klara Kutzer, damals noch Husarenmädchen
genannt, standen keinerlei Mittel zur Verfügung um entsprechende
Uniformen anzuschaffen. Der erste Mitgliedsbeitrag wurde auf DM 1,--
monatlich festgelegt, ein Betrag, der natürlich nicht gerade dazu
beitrug Reichtümer zu häufen. Mit viel Idealismus und
Organisationstalent wurde aber doch das schier unmögliche geschafft. Das
Geld zur Beschaffung von Uniformen wurde irgendwie aufgetrieben.
Eine weitere Sammlung wurde zur Beschaffung der Präsidentenkette
durchgeführt. Das stolze Ergebnis dieser Sammlung: DM 3,17. Auch wenn
das natürlich nicht reichte so schaffte man auch bald diese Hürde. Die
Präsidentenkette wurde angeschafft.
Als erster trug der neue Präsident Theo Schmidt die prächtige Kette.
Seine Amtszeit sollte 2 ½ Jahre dauern.
Bereits im Gründungsjahr startete die neue Karnevalsgesellschaft mit
vielen Aktivitäten. So wurden bereits ein Blumenfest und eine Reihe von
Karnevalssitzungen durchgeführt. Besonders aber wurde der Familiensinn
gefördert. Die Familie hieß „REZAG“. So war es nicht weiter
verwunderlich, dass in kurzer Zeit viele Werksangehörige als aktive oder
inaktive Mitglieder der Karnevalsgesellschaft der „Fidelen Grön-Wieße“
beitraten.
1952
Als Nachfolger von Theo Schmidt wurde im Oktober 1952 Willi Jonas zum
Präsidenten berufen. Er übte das Amt 1 Jahr lang aus.
1953
In der Versammlung am 27. Oktober 1953 übernahm der damalige
Betriebsratsvorsitzende der REZAG, Hans Zimmer, der bereits seit
November 1952 als 1. Vorsitzender die Geschicke der Gesellschaft
maßgeblich mitbestimmte, das Zepter des Präsidenten. Hans Zimmer sollte
das Amt des Präsidenten länger als ein Viertel-Jahrhundert bekleiden,
nämlich 26 Jahre und 3 Monate.
Unter seiner Leitung wuchs die junge Gesellschaft sehr rasch und wurde
zu einer festen Größe im Porzer Karneval. Die Veranstaltungen erfreuten
sich eines großen Zuspruchs in der Porzer Bevölkerung. Neben offiziellen
Vertretern der Stadt Porz konnte er auch regelmäßig die Vertreter der
Glasindustrien aus dem europäischen Ausland, Belgien, Frankreich und
Luxemburg begrüßen.
Die kleine Werkskantine, der Rezagsaal, der als Veranstaltungsort
diente, erwies sich sehr schnell als zu klein. So wurde ein neuer,
großer, werkseigener Saal gebaut, der in der Lage war die zu den
Veranstaltungen drängenden Massen aufzunehmen. Da geeignete Säle in Porz
eher die Ausnahme waren, hatten auch andere Vereine Probleme geeignete
Veranstaltungsorte in Porz zu finden. So wurde der neue Saal sehr
schnell zum karnevalistischen Mittelpunkt in Porz. Und dient bis heute
der KG als Veranstaltungsort.
Bereits seit 1976 veranstaltet die Karnevalsgesellschaft „Fidele
Grön-Weiße Rezag“ die Altensitzung des Caritas-Verbandes der Stadt Porz
unter dem Namen „ Kostümsitzung der Caritas“. Leider endete diese
Tradition im Jahre 2002. Die Caritas sah sich aus verschiedensten
Gründen nicht mehr in der Lage, diese Sitzung zu unterstützen.
Die KG fühlte sich jedoch der Tradition und vor allen Dingen der
sozialen Verantwortung verpflichtet und hob eine eigene Seniorensitzung
aus der Taufe. Seit dem Jahre 2003 und damit bereits zum 8. Mal findet
in der Session 2009/2010 die „Rezag-Seniorensitzung“ großen und stetig
wachsenden Anklang in der Porzer Gesellschaft. An dieser Stelle sei
erwähnt, dass diese Sitzung nur möglich war, weil der Senat der
Gesellschaft großzügiger Weise die Bürgschaft für eventuelle
Negativergebnisse übernommen hätte.
Nach dem Tode von Direktor Eugen Schmidt trat Direktor Emile Rollinger
an die Spitze des Werkes. Dass Herr Rollinger sich dem rheinischen
Karneval gegenüber sehr aufgeschlossen zeigte, beweist die Tatsache,
dass er der KG als Senatspräsident beitrat und so sehr schnell wichtige
repräsentative Aufgaben übernahm. Emile Rollinger bekleidete das Amt des
Senatspräsidenten von 1958 bis 1972.
1972
Von 1972 bis 1977 folgte Direktor Ulrich Keuker als Senatspräsident.
Auch er eine Persönlichkeit, die sich dem rheinischen Karneval gegenüber
sehr aufgeschlossen zeigte. In ihm fand die KG einen Förderer, der immer
ein offenes Ohr für die Anliegen der KG hatte. Ulrich Keuker, heute
Ehren-Senatspräsident, ist nach wie vor der Gesellschaft eng verbunden
und lässt sich kaum eine Veranstaltung entgehen.
1977wurde
Emil Rollinger, der jüngste Sohn von Emile Rollinger Senatspräsident der
Gesellschaft. Auch wenn der heutige Ehren-Senatspräsident seinen
Wohnsitz nach Aachen verlegt hat, so bleibt er doch dem Porzer Karneval
verbunden und ist häufiger Gast der Veranstaltungen der KG. Emil
Rollinger bekleidete das Amt des Senatspräsidenten der Gesellschaft bis
1995. Zu seinem Nachfolger wurde Mathias Feld gewählt, der die Geschicke
des Senates 6 Jahre lang bis ins Jahr 2001 lenkte. Ihm folgte Volker
Düppe an der Spitze des Senats. Auch er bekleidete die Position 6 Jahre
lang bis ins Jahr 2007. Seit dem 09.10.2007 ist der heutige
Senatspräsident Walter Reinarz mit seiner Mannschaft im Amt.
Die Rezag-Husaren entwickelten sich in der Zwischenzeit zu einem
schmucken Tanzcorps, dass mit seinen Tänzen überall zu begeistern
wusste. Neben unzähligen Auftritten in Porz und Köln kann das Corps auf
viele erfolgreiche Auftritte der näheren und weiteren Umgebung von Köln
sowie in den Städten des Ruhrgebietes verweisen. Selbst das „Dorf“ im
Norden von Köln gelegen, wurde von den Husaren „eingenommen“.
Von der IG-Chemie-Papier-Keramik wurde die KG „Fidele Grön-Weiße Rezag“
ausersehen, ihre alljährlich in Kölns guter Stube, dem Gürzenich,
stattfindenden Sitzungen zu organisieren und zu leiten.
In dieser Zeit bestand auch über lange Jahre eine freundschaftliche
Verbindung zu der Frankfurter KG „Weiße Mützen“. Gegenseitige Besuche
auf Veranstaltungen waren Ausdruck dieser Freundschaft.
Auch ins Ausland wurden freundschaftliche Bande geknüpft. So entstand
bereits 1957 eine tiefe, echte, bis heute bestehende Freundschaft mit
der Sommerkarnevalsgesellschaft „les amis de tisje tasje“ in der Porzer
Partnerstadt Hazebrouck. Bis heute ist es selbstverständlich, dass man
sich anlässlich jährlicher Veranstaltungen gegenseitig besucht. Privat
entstandene Freundschaften unterstreichen den Stellenwert.
Wie immer wieder in der Chronik der Gesellschaft zu erwähnen ist, ist
das allgemein als „Rezag-Husaren“ bekannte Tanzcorps das erste
Aushängeschild der KG. Erster Husarengeneral war Heinz Schnepf und
erster Tanzoffizier Helmut Hyna. Unter dem Kommandanten Paul Holz und
Tanzoffizier Martin Piel wuchs das Corps bald auf stattliche 20
Mitglieder an. Ballettmeister Karl-Alexander Terheggen, früherer
Solotänzer an der Kölner Oper und Lehrer an der Frankfurter
Theaterschule, verstand es mit viel Fleiß und Geschick ein Tanzcorps zu
formen, dass sich einen festen Platz im Porzer und rheinischen Karneval
sicherte. Die Presse war sich einig: Dieses Corps braucht den Vergleich
mit Kölner Traditionscorps nicht zu scheuen. Das wird auch dadurch
bestätigt, dass die „Rezag-Husaren“ bereits seit dem Jahre 1952 gerne
als Begleitcorps des Dreigestirns gesehen wurden.
Dieser Tatsache ist es auch zu verdanken, dass der Gesellschaft am
06.02.1971 offiziell durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Porz,
Alfred Moritz und Stadtdirektor Rudolf Trum der Zusatztitel „Ehrengarde
der Stadt Porz“ verliehen wurde. Ein Ereignis, dass die KG zu Recht mit
großem Stolz erfüllte. Nach der Gebietsreform 1975 wurde aus dem Titel
dann die „Porzer Ehrengarde“.
Nachdem Karl-Alexander Terheggen aus Altersgründen ausschied, übernahm
Ballettmeisterin Renate Blankart über viele Jahre hinweg die tänzerische
Ausbildung der Husaren und konnte nahtlos an die Erfolge ihres
Vorgängers anknüpfen. Ihre Nachfolgerin wurde Ballettmeisterin Evelyn
Hall aus Köln. Auch unter Ihrer Leitung wurde das Tanzcorps zu
akrobatischen und tänzerischen Hochleistungen befähigt. Das damalige
Tanzpaar Sonja Rügamer und Burkhard Walter wissen darüber zu berichten.
Seit 1987 wurde das Husarentanzcorps von Willi Plim betreut und
trainiert. Auch ihm kann stetiger Erfolg bescheinigt werden.
1992
Im Jahre 1992
übernahm der Trainer Friedel Löhr das Training der Husaren. Unter seiner
Leitung entstanden viele neue Choreographien. Mit neuer, moderner Musik
und artistischen Einlagen hat er es verstanden dem Corps den Schliff
beizubringen, der bei allen Auftritten für begeisternden Applaus und
Zugaberufe sorgte. Friedel Löhr trainierte neben dem Husarencorps
ebenfalls mit viel Erfolg das Kindertanzcorps der KG.
Mit Beginn der Vorbereitung ab die Session 2005 übernahm der heutige
Trainer Bernd Jansen als „Cheftrainer“ das Training und damit die
Verantwortung für Choreografie und Musik. Mit dem Trainerwechsel wurde
natürlicher Weise ein Wandel vollzogen. Neue Musikrichtungen und eine
Veränderung im allgemeinen Zeitgeist zwingen dazu. Alles wird schneller
und akrobatischer. Überragende Erfolge können bis heute bescheinigt
werden.
Erstmals im Jahre 1971 wurden Überlegungen angestellt, als Bereicherung
der gesellschaftseigenen Sitzungen und Belebung der von der „Fidelen
Grön-Wieße“ beim Sonntagszug gestellten Gruppe, eine Kindergruppe ins
Leben zu rufen. Im Jahre 1972 waren dann bereits die ersten
Voraussetzungen hierfür geschaffen. 20 Kinder, von allen liebevoll „uns
Pänz“ genannt, wirkten als buntkostümierte Gruppe beim Porzer
Sonntagszug mit und wurden begeistert gefeiert. Als „Väter“ unseres
Kindertanzcorps dürfen sich Helmuth Klingberg und Hans-Otto Velten
feiern lassen. Karl-Alexander Terheggen, der wie bereits erwähnt, seit
dem Jahre 1955 das Husarentanzcorps trainierte, erklärte sich spontan
bereit, auch die Pänz unter seine Fittiche zu nehmen. In der Session
1973/74 stellte sich das Kindertanzcorps in seinen schmucken grün-weißen
Uniformen erstmals mit seinen neu einstudierten Tänzen der
Öffentlichkeit vor. Ohne Überheblichkeit kann man sagen, dass der
Auftritt dieses Corps bei der ersten Sitzung am 26.1.1973 wie eine
Rakete einschlug. 22 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren marschierten,
angekündigt mit einem Paukenschlag, in den vollbesetzten Rezagsaal ein
und eroberten sich die Herzen der Närrinnen und Narren mit Stippeföttche
und Radschlagen im Sturm. Ein nicht enden wollender Applaus war der Dank
für diese gelungene Überraschung. Präsident Hans Zimmer rief spontan
seinem närrischen Publikum zu: Für die nächsten 25 Jahre haben wir
ausgesorgt“. Wie recht er hatte!
1998
Am 8. Februar 1998 konnte Präsident Manfred Zimmer, sein Nachfolger, mit
Stolz die Laudatio beim 25jährigen Jubiläum des Kindertanzcorps
sprechen.
Die erste
Kommandantin des Kindertanzcorps war Jasmin Boor und als erstes Tanzpaar
begeisterten Birgit Brungs und Fredi Walsdorf. Bereits 1974 folgten
Auftritte weit über die Grenzen der Stadt Porz hinaus. Auch Kölns „gute
Stube“ der Gürzenich zählt zu den markanten Auftrittsorten.
Das Corps hat bis heute nichts von seiner Natürlichkeit und Frische in
seinen tänzerischen Darbietungen verloren. Jedes Jahr begeistert es mit
neu einstudierten Tänzen und natürlich immer wieder mit „neuen“ Kindern.
Sogar im fernen Spanien, in Calpe, wo das Kindertanzcorps bereits 2-mal
zu Gast war, feierte es stürmische Erfolge. Ein Verdienst natürlich der
jeweiligen Betreuer und Betreuerinnen sowie der Trainer.
Leider lässt sich die Liste der Betreuer nicht mehr lückenlos
nachvollziehen. Fest steht, dass Kathi Hazenoot mit wechselnder
Unterstützung die Betreuung 10 Jahre in der Zeit von 1983 bis 1993
verantwortlich leitete.
1993 bis heute wurde dem „Betreuergespann“ Roswitha Peters und Juliane
Schmitt die ganzjährige Betreuung des Kindertanzcorps übertragen
Aus CD Cilly, Bild Nr. 9
Nach Gründung des Kindertanzcorps im Jahre 1973 überlegten die Mütter
der Kinder, was zur Unterstützung der Gesellschaft „Fidele Grön-Wieße
Rezag“ beigetragen werden könnte. Nach eingehenden Beratung und
Ideenfindung wurden die „Fidelen Mütter“ gegründet, die immer wieder für
Überraschungen bei den Sitzungen und Auftritten gut sind. wurde
1. Vorsitzende: Therese Boor von 1973 – 1976
2. Vorsitzende: Ingrid Klatt von 1973 – 1976
Weitere Gründungsmitglieder waren u.a. Anna Gärtner, Ria Walsdorf,
Magret Rosenkranz, Anna Kotstein, Liliana Carlett, Dora Alterauge,
Magret Reinartz, Maria Petillo und Inge Glodschey.
Die 1. Teilname der neuformierten Gruppe am Rosensonntagszug erfolgte
bereits 1974.
Bei den wöchentlichen Treffen kam man sehr schnell zu der Überzeugung,
dass ein Tänzchen zur Belebung beitragen würde. Im Jahre 1975 studierte
man zuerst in Eigenregie, dann unter Anleitung von Frau Blankard Tänze
ein. Mit selbst prächtigen, geschneiderten Kostümen begeisterte man
fortan auf vielen Bühnen in Porz und auch in der weiteren Umgebung.
Ab dem Jahre 1977 bis zum Ausscheiden aus dem Verein im Jahre 1993 war
Frau Ingrid Klatt 1. Vorsitzende.
Seit der Gründung des Präsidiums im Jahre 1993 werden die „Fidelen
Mütter“ durch ihre gewählten Mitglieder Josi Weiland und Doris Voosen
vertreten.
Nachdem Sandra Gärtner die Gruppe 3 Jahre trainierte, übernahm das
frühere Mariechen der „Rezag-Husaren“ Jasmin Schnepf das Amt der
Trainerin. Unter ihrer Leitung wurden neue, schmissige, moderne und
aktuelle Tänze einstudiert. Mit neuen Kostümen ausgestattet feiert man
bis heute große Erfolge in den Sälen und Bühnen in Porz und darüber
hinaus.
Leider muss die Formation seit der Session 2009, was öffentliche
Auftritte betrifft, pausieren. Verletzungsbedingte Ausfälle zwingen
leider dazu.
Nach Beendigung der Session 1992/1993 stand fest, dass leider viele der
Mädchen des Kindertanzcorps aus „Altersgründen“ die Gruppe verlassen
mussten. Das war der Anlass, darüber nachzudenken, wie man denn nun
diesen jungen Damen, die dem Kindertanzcorps entwachsen sind, trotzdem
für die Zukunft eine Heimat in der „Rezag-Familie“ bieten könne.
Kathi Hatzenoot wurde dann bald mit der Idee zur Gründung einer
Showtanzgruppe beim Vorstand vorstellig. Dort, an der Spitze der
Präsident Manfred Zimmer, fand sie sehr schnell die gewünschte
Unterstützung. Nach der gelungenen Namensfindung fand im September 1993
das 1. Training im Vegla-Saal statt. Die Rezag-Girls waren geboren.
Die erste Kommandantin der Gruppe war Yvonne Zimmer, die Porzer Jungfrau
des Dreigestirns im Dreigestirn dieser Session.
Die ersten Mitglieder: Melanie Hazenoot, Steffi Lau, Silke Heiden,
Mareike Petri, Catrin Rolffs und Tanja Kochel. Die Betreuung übernahmen
Kathi Hazenoot und Marianne Lau.
Unter Trainerin Claudia Rees wurden sehr schnell neue und moderne Tänze
einstudiert, die in passendem Outfit mit großem Erfolg in den Sälen von
Porz und Umgebung Anklang fanden. Claudia zeichnete für Choreografie und
Training bis einschließlich der Session 2008/2009 verantwortlich. Ihr
folgte Bernd Jansen, der bereits als Cheftrainer des Husarencorps und
des Kindertanzcorps in Funktion ist.
2006
Nachfolgerinnen der
ersten Betreuerinnen, die bis ins Jahr 2004 verantwortlich zeichnete,
wurden Ulrike Mudrack und Marianne Lau.
2006 folgten diesen Roswitha Peters und Juliane Lau, die ebenfalls für
die Betreuung des Kindertanzcorps Verantwortung tragen.
Im Jahre 1997 wurde der Rat neu formiert. 18 gestandene Männer, das ist
auch die heutige Mannschaftsstärke, fanden sich zusammen.
Der „neue Rat“ schrieb sich einige wichtige Aufgaben auf die Fahne. Dazu
gehört natürlich die Gestellung des Elferrates für alle Sitzungen der
KG. Darüber hinaus versteht sich der Rat aber auch als eine
Repräsentantengruppe der Gesellschaft, die auch außerhalb der „5.
Jahreszeit“ Präsens in der KG aber auch nach außen zeigt. Außerdem
möchte der Rat soweit wie möglich Ideengeber und Unterstützung für den
Vorstand sin. Kurzum: Überall, da wo man ihn braucht ist der Rat zur
Stelle.
Aus Heft 2000 Seite 99 und 101
Der
jüngste Spross der Karnevalsgesellschaf Fidele Grön-Weiß Rezag ist das
„Damenkomitee Grön-Weiß.
52 Jahre nach Gründung der Gesellschaft wurde diese aktive Gruppe
gegründet. In der Zwischenzeit ist sie auf gut 30 Mitglieder
angewachsen. Diese Gruppe soll das Spektrum der „Rezag-Familie“ auch in
diese Richtung abdecken. Das Damenkomitee bereichert nicht nur den die
Abteilung „Rezag“ im Porzer Zug sondern ist innerhalb der KG überall da
zur Stelle, wo Hilfe benötigt wird. Das ist im Besonderen während der
vielfältigen Veranstaltungen im Sitzungskarneval von großer Bedeutung.
Foto
Damenkomitee
Seit der Gründerzeit im Jahre 1950 bis heute erfreut sich die KG einer
großzügigen Unterstützung der REZAG und seiner Nachfolgeorganisationen.
Nicht nur die Nutzung des Veranstaltungssaales, liebevoll „Gürzenich von
Porz“ genannt ist für die KG bis heute von unschätzbarem Wert. Auch wenn
der Kantinenbetrieb wegen gewaltiger Umstrukturierungsmaßnahmen der
Glasindustrie in Porz längst nicht mehr im Betrieb ist, so erfüllt er
für die KG nicht nur seinen Zweck sondern ist wegen seiner eigenen
speziellen Atmosphäre einmalig. Viel ist der KG am Erhalt dieses
Gebäudes gelegen. Selbstverständlich, dass nach Kräften versucht wird,
die Instandhaltung des Saales und seiner Nebengebäude sicherzustellen.
Andere Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Saint Gobain Deutschland
GmbH erfüllten die Karnevalsgesellschaft mit Sorge. So fiel im Jahre
2006 die langjährig genutzte Wagenbauhalle der Abrissbirne zum Opfer.
Noch im gleichen Jahr im August konnte jedoch ein Mietvertrag mit der
Werksleitung geschlossen werden, die der Gesellschaft eine neue
Wagenbauhalle bescherte. Mit vereinten Kräften und vielen Stunden
Eigenleistung konnte die Halle für den Bestimmungszweck hergerichtet
werden.
2008
Schlimmer noch traf die KG im Jahre 2008 folgende Nachricht: die als
Wagenhalle genutzte Halle an der Poststraße muss wegen Eigenbedarfs
geräumt werden. In einer konzertierten Aktion zwischen Werksleitung
Porz, Werksleitung Aachen, dem Vorstand der KG sowie herausragender
Unterstützung unserer Ehrensenatspräsidenten konnte das Damoklesschwert
abgewehrt werden. Ein denkwürdiges Datum: 16.12.2008 rückte näher.
Denkwürdig? An diesem Tag konnte ein wegweisender Mietvertrag für
geeignete Hallenabschnitte als Nutzung für die Wagenhalle geschlossen
werden.
2010
Das Motto heißt:
Porz, uns
jecke Familich.
Ein
Jubiläumsjahr für den Verein. Wir werden 60. In diesem Jahr stellen wir
zum 5. mal das Dreigestirn von Porz.
Die Gesellschaft hat es sich natürlich
nicht nehmen lassen, aus Anlass des 60-Jährigen Jubiläums das Porzer
Dreigestirn zu stellen.
Die Porzer Dreigestirne der KG bis heute:
Jahr Prinz - Bauer - Jungfrau
1956 Emil Rollinger, Jakob Galitzki, Gisela Egyptien
1975 Andreas Schlimbach, Manfred Zimmer, Renate Gatz
1990 Manfred Zimmer, Dieter Petri, Astrid Pilz
2000 Burkhard Walter, Jürgen Feld, Yvonne Zimmer
Dreigestirne mit Beteiligung von Mitgliedern der KG:
1970 Günther Kollath, Willi Fischenich, Edith Kummetat
1974 Volker Düppe, Willi Nothhelfer, Christel Voosen
1980 Jakob Engels, Willi Hermani, Cornelia Tiemann
1993 Albert Hazenoot, Falk Jacobsen, Marga Hermani
2006 Norbert Schäfer, Thomas Diekmann, Anke Wagner
2010 Dieter Herkenrath, Dieter Thräne, Stefanie Klos
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